Veröffentlicht am 05.02.2012 in der Kategorie: Presseerklärungen

Schaffung eines Biotopverbunds mit Malaysias größtem Wildtierreservat

Kota Kinabalu: Die Staatsregierung des malaysischen Bundesstaats Sabah auf Borneo hat vertreten durch das Sabah Wildlife Department (SWD) im Rahmen des Sabah Wildlife Conservation Colloquium ein Abkommen mit dem Rhino and Forest Fund (RFF) unterzeichnet. Die Vereinbarung bildet eine wesentlich Grundlage für die geplante Vernetzung des Tabin Wildlife Reserve – Malaysias größtem Wildtierreservat – mit benachbarten Schutzgebieten.


R. Risch mit 9 Monate zuvor gepflanztem Baum in Tabin

R. Risch mit 9 Monate zuvor gepflanztem Baum in Tabin

Neues Projektgebiet am Tabin River

Neues Projektgebiet am Tabin River

Dr. P. Saner (RFF), H. Stawin (Sabah Wildlife Department) und R. Risch (RFF) im neuen Projektgebiet am Tabin River

Dr. P. Saner (RFF), H. Stawin (Sabah Wildlife Department) und R. Risch (RFF) im neuen Projektgebiet am Tabin River

Dr. Laurentius Ambu, Director des Sabah Wildlife Department and R. Risch (RFF) während eines Vorbereitungstreffens für das neue Wiederaufforstungsprojekt

Dr. Laurentius Ambu, Director des Sabah Wildlife Department and R. Risch (RFF) während eines Vorbereitungstreffens für das neue Wiederaufforstungsprojekt

Tabin River mit entwaldeten Uferbereichen vor dem Start der Wiederaufforstungsarbeiten

Tabin River mit entwaldeten Uferbereichen vor dem Start der Wiederaufforstungsarbeiten

Das Tabin Wildlife Reserve ist eines der letzten Gebiete Borneos wo noch alle ursprünglichen Großtierarten anzutreffen sind. Hierzu zählen u.a. das Bornesische Sumatranashorn, der Bornesische Zwergelefant, der Orange Utan, der Sunda-Ochse und der Malaienbär . Tabin ist allerdings quasi komplett von allen anderen Waldgebieten abgeschnitten und von Palmölplantagen eingeschlossen.

"Die Wiedervernetzung isolierter Waldfragmente ist integraler Bestandteil unserer Strategie zur langfristigen Sicherung  von Biotopen", sagte Dr. Laurentius Abu, Direktor des Sabah Wildlife Departments. Der Direktor fügte hinzu, dass sich das SWD für Wiederaufforstungsmaßnahmen in allen Verbreitungsgebieten bedrohter Arten stark machen müsse, da Korridore und Waldinseln als Wanderwege für bedrohte Arten unverzichtbar seien.

"Zur Zeit gibt es eine Zunahme von Wiederaufforstungsaktivitäten in Sabahs Schutzgebieten und wir hoffen, dass sie erfolgreich sein werden. Nicht nur zum Wohle der Wildtiere, sondern auch zum Wohle der ansässigen Dorfgemeinden in der Nähe der Projektgebiete, " sagte Dr. Laurentius Ambu.

Der neue Wildtierkorridor wird es vom Aussterben bedrohten Arten erleichtern, zwischen den Schutzgebieten hin und her zu wandern. Es wird erwartet, dass so ein schmaler aber ununterbrochener, dass so ein schmaler aber zusammenhängender Waldkorridor von Taben bis zum Kulamba Wildlife Reserve, einem weiteren bedeutenden Refugium für seltene Tierarten, entstehen wird. 

"Um bedrohte Tierarten, die unter der Lebensraumzerschneidung leiden, vor dem Aussterben zu bewahren, müssen wir ein Netzwerk von Schutzgebieten von ausreichender Größe und Qualität schaffen. Dies würde der drohenden Inzucht in den zur Zeit getrennten Subpopulationen vorbeugen und helfen, gesunde Populationen zu erhalten. Tabin ist von außerordentlicher Bedeutung für die langfristigen Überlebenschancen etlicher vom Aussterben bedrohter Arten und muss daher wieder mit den umliegenden Waldgebieten verbunden werden. Das Ergebnis unserer Anstrengungen wird ein zusammenhängendes Netzwerk von Schutzgebieten von über 200.000 Hektar Größe sein, nahezu die doppelte derzeitige Fläche von Tabin, " erläuterte Robert Risch, einer der Vorstände des RFF.

In dem unterzeichneten Abkommen bekräftigt die Staatsregierung von Sabah, dass die wiederaufgeforsteten Gebiete langfristig unter Schutz stehen werden, was eine Verschlechterung des Schutzstatus oder Holzeinschläge in der Zukunft ausschließen soll. Dies unterstreicht die Bemühungen der Regierung im Bereich des Naturschutzes und soll Helfen, weitere Geldgeber von dem Projekt zu überzeugen.

"Unser Ansatz ist es, bei der Pflanzung des Waldkorridors eine möglichst große Zahl heimischer Baumarten zu pflanzen. Auch wenn das selbstverständlich klingen mag, ist das Konzept bei Wiederaufforstungen möglichst viele verschiedene Arten zu pflanzen bei den meisten Projekten längst noch keine gängige Praxis. Bei unseren Projekt in und um Taben greifen wir auf ein reichhaltiges Sortiment an Setzlingen verschiedener Arten mit hoher genetischer Diversität zurück, um die natürlich Regeneration des ursprünglichen Ökosystems zu beschleunigen," erklärte Dr. Philippe Saner, einer der Vorstände des RFF.

Das Projekt finanziert sich derzeit aus Mitteln des Zoo Leipzig durch private Spenden.

"Wir unterstützen das Aufforstungsprojekt des RFF, weil wir ein ganzheitliches Verständnis von Naturschutz haben. Naturschutz heißt nicht nur, sich auf einzelne Arten zu konzentrieren, sondern sich darüber hinaus auch um ihren natürlichen Lebensraum zu kümmern, " sagte Dr. Jörg Unhold, Direktor des Zoo Leipzig.


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